Meine ersten Versuche in der Bike Republic Sölden

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Und ACTION in der Bike Republic Sölden © Riml

Es ist Sommer geworden in Sölden – die Temperaturen sind sehr angenehm und es tummeln sich einige Gäste sowie Einheimische im Dorf herum.
Seit ein paar Jahren ist Sölden berühmt für seine Bike Republic und die vielen Biker prägen das Ortsbild im Sommer.

Bike Republic Sölden

Und das merkt man auch – seit Mitte Juni strömen die unterschiedlichsten Gäste zum Biken (besonders zum Downhillen) zu uns. Der Ruf der Bike Republic ist grandios und die ernannten Republikaner sind stolz den sogenannten „Reisepass“ ergattert zu haben und somit zum Bürger der Bike Republik Sölden geworden zu sein.

Riders rule und der Flow regiert…und wir wollten jetzt auch dazugehören.
Die Bike Republic wurde 2015 gegründet und erhält seit nun 5 Jahren regen Zuspruch von Jung und Alt sowie von Republikanern aus Nah und Fern.

Wir sind aus Sölden und schon seit einiger Zeit kribbelt es in uns ES doch auch endlich einmal zu versuchen – sich waghalsig die Lines runter zu stürzen und dieses Gefühl des „flows“ zu erlangen.

Gedacht, gesagt, getan.

Mein erster Versuch

Bike beim Sport Riml in der Bike Rent Station bestellt und es kann losgehen.
Mit dem besten Equipment steht unserem ersten Versuch nichts mehr im Wege.
Mit unserem Enduro Bike, Helm, sowie Ellenbogen- und Knieprotektoren sind wir bestens ausgerüstet und starten zur Gaislachkogelbahn. Bereits die Gondelfahrt stellt sich als ein wenig „tricky“ heraus, wenn man doch zumeist im Winter mit gewohnter Ausrüstung in die Gondel steigt oder im Sommer zum Wandern und Bergsteigen ohne viel Equipment die Aufstiegshilfen benutzt. Das Enduro Bike wird lässig auf den Hinterreifen gestellt und vor sich hergeschoben. Es gibt eigene Biker-Gondeln und wir steigen in eine von diesen mit unseren drei Bikes ein.

Erste Abfahrt in der Bike Republic Sölden © Riml
Erste Abfahrt in der Bike Republic Sölden © Riml

Es sieht auf den ersten Blick alles so cool und easy aus. Von der Gondel aus kann man den Downhillern zusehen, die sich zum Beispiel von der Mittelstation vom Gaislachkogel aus in die verschiedensten Lines wagen.
Wie beim Skifahren gibt es auch für die Lines die Kategorien

  • blau (leicht)
  • rot (mittel)
  • schwarz (schwer)

Für uns geht es jetzt also zum ersten Mal in eine der so genannten Shaped Lines.
Was sind Shaped Lines: Die Shaped Lines bei der Bike Republic in Sölden bestehen aus Steilkurven, Wallrides, Roller und auch Schnecken (Spiralen). Sie werden von Wurzeln und Steinen befreit, damit kein „Hindernis“ im Weg steht. Zusätzlich wurden je nach Schwierigkeit des Trails Sprünge eingebaut.

Enduro Eebmne Line - Bike Republic Sölden © Ötztal Tourismus
Enduro Eebmne Line – Bike Republic Sölden © Ötztal Tourismus – Christoph Bayer

EEBME LINE

Die EEBME LINE (6005) ist rund 2,1 km lang, startet unmittelbar bei der Gaislachkogl Mittelstation und endet auf einer Transferstrecke etwas oberhalb vom Gebiet Stabele. Es ist eine einfache, blaue Line, welche sich ideal für Einsteiger eignet. Wir sind wie gesagt, das erste Mal in der Bike Republic unterwegs, aber sind natürlich auch in den Bergen aufgewachsen. Wer auf Nummer sicher gehen will, startet vor den Lines vielleicht besser einmal in den sogenannten „Pumptracks“ oder macht einen Bike Kurs z.B. in der Bike Schule „Ride On“.

Unser Guide Christoph für die Bike Republic Sölden © Riml
Unser Guide Christoph für die Bike Republic Sölden © Riml

Pumptracks in der Bike Republic Sölden

In Sölden haben wir bereits zwei Pumptracks mit Skill Center:

  • „Rolling“ beim Hotel Bäckelar Wirt. Nähe Gaislachkoglbahn Talstation
  • „Sunny“ beim Hotel Sunny. ca. 5 Bikeminuten von der Giggijochbahn Talstation entfernt
Pumptrack Sunny - Bike Republic Sölden © Ötztal Tourismus
Pumptrack Sunny – Bike Republic Sölden © Ötztal Tourismus-Rudi Wyhlidal

Am Ende der EEBME LINE führt uns eine kurze Transferstrecke zum Start der OHN LINE (6007). Das ist die ideale Weiterführung ins Tal bzw. bis zur Mündung in die BROATE LINE (6027).
„Broat“ – so klingt es, wenn der Ötztaler breit sagt. Es ist eine spaßige, easy zu fahrende Line, die dank einiger Fun-Elemente auch viel Abwechslung bietet. Sie startet am Knotenpunkt Teäre / Ohn Line und endet im Pumptrack Rolling.

Aber Achtung – der Kies macht es auch rutschig und man sollte auf die richtige Technik auch in dieser Line achten.

Fazit zum ersten Versuch in der Bike Republic

Die erste Abfahrt verlangt schon relativ viel von einem Einsteiger ab, aber es macht auch einfach MEGA Spaß und ist ein ganz anderes Gefühl als beim „normalen“ Radfahren.
Das Downhillen ist schnell und man muss den Kopf schon eingeschalten haben, damit man nicht sofort vom Bike stürzt 😊 Es kann schon einmal passieren, dass man im Stand umfällt, aber solange nichts passiert, ist das auch gar nicht schlimm.
Übung macht bekanntlich den Meister – so wie in allen anderen Dingen im Leben auch.

Wir haben ca. eine Stunde für die beschriebene Strecke benötigt und für das Erste Mal in der Bike Republic Sölden reicht das auch. Es sind ungewohnte Bewegungsabläufe und man spürt seine Beine und Arme schon nach einer Abfahrt. Wichtig ist es, wie beim Sport im Allgemeinen, sich vorher aufzuwärmen – die Gelenke zu mobilisieren und das Bike zu checken. Auch die Grundposition wird von allen „Bikern“ gepredigt: Blick weit nach vorne, Ellenbogen raus und auf die Gewichtsverteilung achten.

Pumptrack Rolling Sölden Und ACTION in der Bike Republic Sölden © Riml Ötztal Tourismu
Pumptrack Rolling Sölden Und ACTION in der Bike Republic Sölden © Riml Ötztal Tourismus – Rudi Wyhlidal

Nachdem wir im Pumptrack Rolling angekommen sind, drehen wir noch eine Runde durch den Pumptrack und freuen uns bereits auf die nächsten Bike-Tage. Es werden sicher noch weitere folgen…

In der wohl friedlichsten, flowigsten, spaßigsten & spannendsten Republic ist JEDER Willkommen – also komm auch DU zu uns nach Sölden und schmeiß dich aufs Bike.