Die 5 Talstufen des Ötztals

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Wanderszene Hochjochhospiz, Oetztaler Alpen, Tirol, Oesterreich

Die Reise durch die 5 Talstufen des Ötztals

Während der eigentlichen Anreise zum Schi-, Wander-, oder Bikeurlaub begebt ihr euch auf eine weitere Reise, die am Taleingang des Ötztals beginnt. Die Reise durch die 5 Talstufen des Ötztals.

Talstufe 5: Oetz und Sautens

Die erste Station eurer Reise ist die 5. Talstufe: Oetz und Sautens. Diese Talstufe umschließt die gleichnamigen Gemeinden und das Mündungsgebiet des Tals, welches durch den Tschirgant-Bergsturz geprägt wurde.

Wenn ihr in Oetz Halt macht, lässt sich durch kurze Fahrtzeit ein wahres Naturjuwel des Ötztals erreichen, der Piburger See. Der größte See des Ötztals ist zugleich der wärmste Gebirgssee Tirols, weshalb er sich im Sommer hervorragend zum Baden eignet. Der Umstand, dass er nur durch einen 10-minütigen Fußweg vom Parkplatz erreichbar ist, garantiert, dass der See zwar gut besucht, jedoch nicht überlaufen ist und sich nahezu immer ein ruhiges Plätzchen finden lässt.

Piburger See – Ötz (c) Marie-Therese Riml

Für Familienreisen eignen sich ebenfalls das Widiversum in Hochetz, wo an verschiedenen Rätselstationen Geschick und Köpfchen unter Beweis gestellt werden müssen, und der Klettergarten Rammelstein in Sautens.

Dann aber schnell weiter, denn eurer Reise will fortgesetzt werden in Richtung der nächsten Talstufe.

Talstufe 4: Umhausen

Umhausen – besonders bekannt für den Stuibenfall, dem höchsten Wasserfall Tirols, und dem vielseitig anwendbaren Radonheilwasser.

Wenn ihr euch entscheidet, den bereits erwähnten Stuibenfall zu besuchen, gibt es dazu zwei Möglichkeiten. Ihr könnt den Wasserfall über die neu erbaute 80 Meter lange Hängebrücke erwandern, oder über den anfängertauglichen und familienfreundlichen Klettersteig erkraxeln. Oben angekommen empfiehlt es sich ein wenig mehr Zeit einzuplanen, denn durch einen kurzen Anstieg durch den Weiler Niederthai könnt ihr die Jausenstation Bichl erreichen, die zum nachmittäglichen Kaffee, besonders aber zum Frühstück einlädt.

Die Jausenstation eignet sich auch hervorragend als Ausgangspunkt für verschiedene Bergtouren. Ratsam ist es, zuerst den in ca. 1 ½ Stunden zu erreichenden Narrenkogel zu erklimmen und abhängig von körperlichem Befinden, die Tour noch zum Poschachkogel, oder sogar zum Peistakogel zu erweitern.

Talstufe 3: Längenfeld

Die weiteste Öffnung des Tals bietet euch ein ebenso weites Spektrum an möglichen Aktivtäten.

Längenfeld ©Ötztal Tourismus_Fotograf Lukas Ennemoser

Nach intensiven Bergtouren, oder ausgiebigen Schitagen kann ein Muskelkater kaum irgendwo besser auskuriert werden als im Aqua Dome. In Salz- und Schwefelbäder entspannen dort die Großen, Kinderbecken und Rutsche unterhalten die Kleinen.

Wer nach dem Thermenbesuch noch immer Lust auf Wasser hat, der kann in Längenfeld auch den ein oder anderen Fisch aus der Ötztaler Ache erangeln, wozu allerdings ein „Fischerausweis“ von Nöten ist. Solltet ihr diesen besitzen, bedarf es nur einer Tageskarte für € 25,00 und schon kann das Warten auf Bachforellen, Regenbogenforellen und Saiblinge losgehen.

Ihr schwingt lieber Schläger als Angelrouten? Dann könnt ihr am Minigolfplatz in Längenfeld euer Geschick unter Beweis stellen.

Die nächste Talstufe auf eurer Reise bedarf keinerlei Ankündigung, denn sie spricht für sich selbst.

Talstufe 2: Sölden

Sölden – das Tourismusdomizil des Ötztals. Da viele andere Beiträge dieses Blogs sich damit beschäftigen, was man in Sölden wann, wo und wie machen kann, möchte ich mich hierzu sehr kurz halten und lediglich meine ganz persönlichen Sölden-Schmankerln zum Besten geben.

Nach bzw. während eines Schi- oder Biketages, bestehe ich grundsätzlich darauf, in der Gampe Thaya einzukehren, wo die Kasspatzln schmecken wie dahoam und der Kaiserschmarren einen wirklich glauben lässt ein Kaiser zu sein.

Käsespätzle Gampe Thaya Sölden
Käsespätzle auf der Gampe Thaya © Prantl-Gampe Thaya

Mit Freunden besuche ich abends gerne den Bierhimmel, der mich mit guter Musik und entspannter Atmosphäre, auch schon des Öfteren dazu eingeladen hat ein wenig länger zu bleiben als geplant.

Wenn ich mir im Winter einmal ein ganz besonderes Abendessen auf 3.048m schmecken lassen will, nehme ich am Summit Dinner im IceQ, am Gipfel des Gaislachkogels teil. Dieses schlägt zwar doch deutlich ins Budget, bietet jedoch auch außergewöhnliche kulinarische Hochgenüsse und ein noch außergewöhnlicheres Feeling.

Mehr Infos zum Summit Dinner findest du unter: https://www.iceq.at/summit-dinner.html

IceQ in Sölden (c) IceQ

Noch beeindruckt von all den Impressionen Söldens fahrt ihr weiter talein und erreicht bereits nach kurzer Zeit die Endstation eurer Reise. In Zwieselstein entsteht die erste Talstufe, aus dem östlichen Gurgler Tal und dem westlichen Venter Tal, den Quelltälern des Ötztals.

Talstufe 1: Obergurgl-Hochgurgl und Vent

Im Gurglertal, besonders in Obergurgl und Hochgurgl wird bereits auf den ersten Blick klar, dass Schnee und Wintersport die Leitmotive der hiesigen Wirtschaft und Infrastruktur sind. Daraus folgt ein Schigebiet, das eben jene beiden Orte miteinander verbindet und ausnahmslos alle Pistenschwierigkeitsstufen abdeckt.

Das kann für euch auch von Vorteil sein, wenn ihr in Sölden untergebracht seid und dort euren Skipass erwerbt, denn seit der Wintersaison 2017/18 operieren die Schigebiete Sölden und Obergurgl/Hochgurgl mehrheitlich gemeinsam. Ab der Wintersaison 2018/19 wird diese Kooperation weiter ausgebaut.

Mit dem sogenannten Super-Ski-Pass können nicht nur diese beiden Schigebiete befahren werden, sondern auch die Regionen Hochötz (Gemeinde Ötz), Kühtai (Gemeinde Silz), Niederthai (Gemeinde Umhausen), Gries (Gemeinde Längenfeld) und Vent (Gemeinde Sölden).

Konträr dazu empfiehlt sich das Venter Tal vor allem im Sommer. Bergbauernhöfe in ihrer reinsten Form. Überall Natur. Gelassenheit.

Besonders für die Wanderer unter euch ist Vent ein Must-See, als Ausgangspunkt für verschiedenste Touren. Ob Wildspitze oder Ötzi-Fundstelle, wandertechnisch ist in Vent (fast) alles möglich.

 

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