BERGBAHNEN SÖLDEN – Damals und Heute

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Soelden Ortsaufnahme mit Bahn (c) Ötztal Tourismus-Isidor Nösig

Wusstest du schon???

1948

Die erste mechanische Aufstiegshilfe im Ötztal wird mit dem Sessellift Innerwald gebaut.

Da diese Anlage nicht fabrikneu war, konnte die maximale Förderleistung von 120 Personen pro Stunde nicht immer erreicht werden.

SKI und Sonnenparadies Sölden (c) Privatarchiv Riml

LIFT HOCHSÖLDEN

Gesellschaftsbeschluss vom 12. April 1959

In diesem Winter wies das Seil des Hochsölder Liftes einige Risse auf.

Nachdem Behörden und die 3 Gesellschafter der damaligen Bergbahnen „Buggl´s-Hans“, Gurschler Hermann und unser Opa Martin Riml sich berieten, wie sie diese Panne ohne größere finanzielle Verluste beheben konnten, um das damalige Ostergeschäft noch mitzunehmen und damit nicht zu gefährden, wurde folgender Beschluss gefasst:

Nur mehr jeder 2. Sessel darf Personen befördern.

 

1966

Die 3 Bergbahnen Pioniere beweisen Weitsicht und erschließen den Gaislachkogl und garantieren damit schneesichere Pisten in Höhenlagen.

Sölden besitzt zu diesem Zeitpunkt die höchstgelegene Pendel-Seilbahn Österreichs

 

1977

Die Förderleistung von 440 Personen pro Stunde des Hochsölder Sesselliftes reicht als Zubringer nicht mehr aus.

Aus diesem Grund wird die Giggijochbahn mit einer Kapazität von 1.070 Personen/Stunde errichtet.

 

1988

Die in die Jahre gekommene Pendelbahn am Gaislachkogl wird gegen eine Doppelumlaufseilbahn ausgetauscht. Statt 450 Personen/Stunde werden nun bis zur Mittelstation 2.600 Personen/Stunde befördert.

 

2007

Der Speicherteich mit 155.000 m³ Wasser garantiert eine leistungsstarke Beschneiungsanlage am Giggijoch.

Ein Jahr später wird der 3er Sessellift gegen eine 8er Sesselbahn ausgetauscht und somit eine Stundenförderleistung von 3.700 Personen gebaut (Giggijoch)

 

2010

In diesem Jahr entsteht die 3. Seilbahngeneration am Gaislachkogl und läutet somit in technischer sowohl auch architektonischer Hinsicht ein neues Zeitalter ein.

Gaislachkogelbahn-Elements Sölden 2018 (c) Ötztal Tourismus-Christoph Nösig

Eine 8er Kabinenbahn mit 3.600 Personen Förderleistung (Sektion 1) garantiert die leistungsstärkste Zubringerbahn weltweit.

2016

In einer Rekordbauzeit von nur wenigen Monaten wird die bestehende Giggijoch Bahn gegen eine neue ersetzt. Diese Seilbahngeneration besticht mit 4.500 Personen/Stunde und überzeugt alle Wintersportler mit einem Höchstmaß an Komfort beim Ein- und Ausstieg.

Giggijoch Bergstation (c) Sport Riml

Mit dieser 2. Bahn kann Sölden nun behaupten, Besitzer der 2 beförderungsstärksten Zubringerbahnen der Welt zu sein!

Eines und das ist klar, ist, dass 3 Freunde die Geschichte der Bergbahnen Sölden maßgeblich geprägt und in die heutige Richtung geleitet haben.

Somit ist auch heute noch nachvollziehbar, warum die Riml´s und die anderen beiden Familien Falkner und Gurschler im Ortsgeschehen und Handeln von Sölden sehr prägend sind.

Diese 3 Pioniere waren:

  • Hans Falkner – vulgo „Buggl´s Hans“
  • Hermann Gurschler
  • Martin Riml – vulgo “is Martele”

Zum Schluss noch ein paar Anekdoten von den 3 Pionieren der Bergbahnen Sölden:

  • Bereits in sehr jungen Jahren gingen die beiden Freunde `is Martele“ und „s´Buggl´s“ miteinander nach Huben um mit Fellen zu handeln. Dabei kam es 1x zu einer heftigen Auseinandersetzung, die fast in einer Rauferei endete. Daraufhin öffnet Martin sein Hemd und sagt mit trockenem Humor: „Wellets epan rafen, mir hatten schon Haare auf der Brust.“
  • Die Sitzungen der 3 Gesellschafter dauerten oft sehr lang, wobei ganz klar aus Erzählungen hervorgeht, dass der offizielle Teil meistens bereits nach sehr kurzer Zeit einstimmig beschlossen wurde.

Die Nachsitzungen jedoch dauerten dementsprechend länger. So passierte es einmal, dass Hanna Riml seinen ältesten Sohn ins Hotel Sonne schickte, um den Schlüsselbund zu holen. Martin verstand dies in seiner Weinlaune allerdings etwas anders und schickte seinen Sohn mit folgenden Worten nach Hause: „Geh hoam und frag, wer bins anschafft“.

  • Bei einer Besprechung mit Arthur Doppelmeyer bezüglich eines Lifbaues.

Es stellte sich heraus, dass Komplikationen zu erwarten sind, worauf Hermann Gurschler zu Arthur sagte: „Wenn du das nit kannst, bist du für mi numma der Doppelmayr, sondern der Einfachmayr.

Somit sollte eines klar sein:

Wer miteinander lachen kann, kann auch miteinander arbeiten!

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